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Informationsabend am 30.11.22

Wenn Sie die Einrichtung St. Matthias mit den Schulen Gymnasium, Kolleg und Fachoberschule näher kennenlernen und mehr über unser schulisches Angebot ab dem Schuljahr 2023/24 erfahren wollen, verweisen wir Sie gerne auf unseren letzten

Informationsabend

  • am Mittwoch, dem 30. November 2022
  • um 19.00 Uhr

Wir hoffen, Sie persönlich in den Räumen der Schule begrüßen zu können.

Hinweis: Damit wir das neue Schuljahr rechtzeitig planen können, bitten wir um Anmeldung bis spätestens 31. März 2022. Wenn dann noch Plätze frei sind, nehmen wir gerne noch kurzentschlossene Bewerberinnen und Bewerber auf.

Die Leitung der Schulen St. Matthias

 

 

Weitere Informationsabende:
– Mittwoch, 15.02.23, 19 Uhr
– Dienstag, 04.07.23, 19 Uhr

Infoabend-11-2022
Schullaufbahnen in St. Matthias
Schullaufbahnen in St. Matthias
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Meister der (Selbst-)Motivation

Die Fachabiturienten 2021 (Foto: Gleixner)
Die Fachabiturienten 2021 (Foto: Gleixner)

Waldramer Fachoberschüler feiern Abschluss – Bürgermeister zollt Respekt für Durchhaltevermögen

Als Schulleiter sollte man den Heranwachsenden immer als gutes Beispiel vorangehen. Ralf Wiechmann, Direktor von Gymnasium und Fachoberschule St. Matthias, nahm es bei seiner Prozentrechnung also ganz genau: 73,9 Prozent ihrer Schulzeit in Waldram haben die Fachabiturienten in der Corona-Zeit verbracht. Dass es den acht Absolventen trotz wochenlangen Homeschoolings, Abstandsgebots und fehlender sozialer Ereignisse gelungen ist, die Abschlussprüfungen zu meistern, dafür zollte ihnen auch Bürgermeister Klaus Heilinglechner Respekt.
Der dritte Jahrgang, der an der noch jungen Fachoberschule im Wolfratshauser Ortsteil mit der Fachhochschulreife verabschiedet wurde, musste Selbstdisziplin und vor allem die Fähigkeit zur Selbstmotivation beweisen. Wie schwierig gerade Letzteres fallen kann, machte Schulleiter Wiechmann in seiner Abschlussrede deutlich. „Motivation zu schaffen, ist Aufgabe der Schule – nicht Aufgabe der Schüler.“ Er zeigte Verständnis für die jungen Erwachsenen, die in den zähen Pandemie-Monaten am heimischen Schreibtisch auch mal den Antrieb verloren haben. „Wenn Ihnen das
Selbstmotivieren schwergefallen ist, dann ist Ihnen etwas eigentlich ganz Normales passiert.“
Denn Antrieb und Lernwille, das könne am besten in Gesellschaft entstehen, zusammen mit anderen, vereint im Ziel. Alle haben gesehen, wie schwierig es ist, die Motivation aufrecht zu halten, wenn man damit alleine ist. „Deshalb riet Wiechmann den Absolventen: „Machen Sie nicht auf Motivationseinzelkämpfer – das geht schief, früher oder später.
Nach vielen Monaten der sozialen Entbehrungen empfahl der Schulleiter den jungen Frauen und Männern lieber, sich Gleichgesinnte zu suchen. „Mit denen können Sie gemeinsam studieren, gemeinsam lernen und – ganz wichtig: – gemeinsam feiern.“
Bevor die acht Waldramer Fachabiturienten zu Hause den Sekt entkorkten, verteilten sie noch Geschenke an ihre Lehrer, die sie – mal von Angesicht zu Angesicht, mal virtuell – durch die vergangenen Monate gelotst haben. Dabei erinnerten sich die Schulabgänger an die liebenswerten Eigenheiten der Studienräte – wie die Witzeleien des Schokoladenliebhabers im Englisch- oder die historischen Exkurse im Deutschunterricht. „Wir hätten gerne mehr Zeit hier verbracht“, sagte Absolventin Viktoria Köder abschließend. Sie hielt kurz inne und schob hinterher: „Jetzt mal abgesehen von Prüfungen und Noten.“

Dominik Stallein

Quelle: Isar-Loisachbote, Nr. 169 vom 26.07.2021, Lokales S. 3

 

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“Ohne Disziplin geht nichts”

Michael Fox und Veronika Seebauer sind die Jahrgangsbesten der fOS in WAldram

Freude und Erleichterung standen Veronika Seebauer (22) und Michael Fox (20) regelrecht ins Gesicht geschrieben. Die beiden haben als Jahrgangsbeste an der Fachoberschule (FOS) von St. Matthias in Waldram Fachabitur abgelegt.
Die Fachoberschule in der kirchlichen Einrichtung bietet den Abschluss im Zweig „Sozialwesen“ an. Erst im September 2020 hatte sie die offizielle staatliche Anerkennung zugesprochen bekommen. Um dies zu erreichen, mussten in zwei aufeinander folgenden Jahrgängen mindestens zwei Drittel der Schüler die Fachhochschulreife erlangen – die FOS Waldram schaffte dies bereits mit den ersten beiden Jahrgängen.
Doch zurück zu den diesjährigen Absolventen: Neun junge Frauen und Männer haben sich den Prüfungen gestellt – nach einer Schulzeit unter Coronabedingungen. „Ohne Disziplin geht nichts“, betont Fox, der die Prüfung als Bester mit 1,7 bestand. Er selbst hätte eher mit einer Zwei vor dem Komma gerechnet. „Aber es hatte sich über das Jahr bereits abgezeichnet, dass wir vorne liegen werden“, wirft Seebauer ein, die einen Schnitt von 2,3 erreicht hat.
Am schwierigsten empfanden beide die elfte Klasse mit Praktika in Kinderhort und Altenheim. „Das Umschalten von Schule zu Praktikum war nicht immer leicht“, sind sie sich einig, „Zumal ja auch noch eine ganze Menge Stoff in kürzester Zeit zu bewältigen war.
So einig, wie sie sich in diesem Punkt sind, so einig sind sie sich auch mit ihren Zukunftsplänen. Beide wollen soziale Arbeit studieren – allerdings in verschiedenen Orten. Fox bewirbt sich in München, Seebauer zieht es nach Landshut.
Davor wird aber gefeiert. „Meine Mutter hat zu Hause bestimmt schon den Sekt kaltgestellt“, sagt Seebauer und lacht. Eine gemeinsame Feier oder gar eine Abschlussfahrt zusammen mit den Mitschülern musste wegen der Pandemie gestrichen werden. „Es wäre toll gewesen“, sagt Fox, „aber jetzt ist es eben so, wie es ist.“

Sabine Hermsdorf-Hiss

Quelle: Isar-Loisachbote, Nr. 157 vom 12. Juni 2021, Lokales S. 3

 

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Kommen Sie vorbei!

Sie haben auf diesen Seiten schon einen Einblick in unsere Einrichtung gewonnen? Wir haben Ihr Interesse geweckt?
Dann können Sie sich bei folgender Gelegenheit persönlich und unverbindlich einen tieferen Eindruck von unserer Einrichtung verschaffen:

  • am 3. Informations-Abend, am 1. Juli 2020 um 19 Uhr

Sie werden dabei weitere Einzelheiten über unser Bildungs- und unser Wohnangebot erhalten.

Außerdem stehen Ihnen der Schulleiter, Lehrerinnen und Lehrer für Ihre Fragen zur Verfügung.
Schülerinnen und Schüler aus Gymnasium, Kolleg und Fachoberschule berichten von ihren Erfahrungen.

Die Leitung der Einrichtung freut sich auf Ihren Besuch!

Haben Sie sich schon entschlossen, ihre Schullaufbahn in St. Matthias fortzusetzen?
Bewerbungen für den Eintritt in das Gymnasium bzw. in die FOS im Schuljahr 2020/21 erwarten wir nach dem Zwischenzeugnistermin. Wenn es soweit ist, erbitten wir zunächst folgende Unterlagen (per Post, per Mail oder per Einwurf im Briefkasten):

  • ihren Lebenslauf
  • das letzte Zeugnis (wohl meist das jetzige Zwischenzeugnis)
    dazu der wichtige Hinweis: Uns genügt für die Bewerbung die Vorlage einer einfachen Kopie!

Anschließend werden wir einen Termin für ein Vorstellungsgespräch anbieten, in dem alle wichtigen Einzelheiten besprochen werden.
Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine Anmeldung bis spätestens Ende März. Aufnahmeschluss ist der 6. Juli 2020.

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Erstes erfolgreiches Fachabitur an der Fachoberschule St. Matthias!

Am 8. Juli konnte Schulleiter Ralf Wiechmann den ersten Jahrgang Fachabiturientinnen von der Fachoberschule St. Matthias verabschieden.
Im Beisein von Dr. Peter Nothaft, dem Direktor des Katholischen Schulwerks Bayern, von Herrn Reinhard Bothschafter, Mitglied des Stiftungsrats, und Herrn Klaus Heilinglechner, dem Bürgermeister der Stadt Wolfratshausen, und der gesamten Schulgemeinschaft überreichte der Schulleiter den sieben strahlenden Absolventinnen ihr Abschlusszeugnis.
Mit dem erfolgreichen Jahrgang 2019 ist ein erster wichtiger Schritt hin zur staatlichen Anerkennung der FOS Sozialwesen in Waldram getan!

Die Fachbaiturientinnen 2019 der FOS St. Matthias

Da die Fachoberschule St. Matthias nur genehmigt ist, mussten sich die Prüflinge zum überwiegenden Teil der mindestens neun Prüfungen an der staatlichen FOS Unterschleißheim einfinden.

Unser herzlicher Glückwunsch gilt daher allen Prüflingen, die die Prüfungen unter diesen erschwerten Umständen bewältigt haben!

Herr Dr. Nothaft brachte in seinem Grußwort seinen großen Respekt vor den erfolgreichen „Pionnierinnen“ zum Ausdruck. Sie hätten nun das Rüstzeug, um auch ihren weiteren, je eigenen beruflichen Weg zu finden. Herr Heilinglechner freute sich, dass die Stadt Wolfratshausen der Standort einer erfolgversprechenden FOS ist.
Der stolze Schulleiter hob angesichts der schwierigen Ausgangs- und Prüfungssituation für die Schülerinnen auf den Kern von Bildung ab: Sie hätten in den vergangenen zwei Jahren einen echten Bildungsweg durchschritten, weil sie den Mut hatten, sich auf völlig Neues einzulassen. Die Praktika in der 11. Klasse im Kinderhort, dem Seniorenheim oder dem Krankenhaus haben die jungen Menschen mit ungewohnten Umständen konfrontiert, durch die sie völlig neue, wertvolle Erfahrungen für ihre persönliche Entwicklung gewonnen hätten. Und die Herausforderungen der besonderen Prüfungssituation angesichts des neuen Lehrplans und des fremden Prüfungsortes haben sie ebenfalls gemeistert.

Diese Beobachtungen knüpften an die persönlichen Äußerungen der Schülerinnen an, die zuvor im Gottesdienst von ihrem jeweiligen „Schlüsselerlebnis“ in St. Matthias berichtet hatten.
Anschließend betonten die Sprecherinnen der Fachabiturientinnen, Selina Neumann und Vanessa Sontheimer ihre Dankbarkeit gegenüber den Lehrerinnen und Lehrern, die sie so hervorragend im Unterricht vorbereitet und bei den Prüfungen begleitet haben.

Thomas Erhard

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3. Informationsabend am 4. Juli 2018

Noch ist es nicht zu spät! Schülerinnen und Schüler mit mittlerem Schulabschluss oder Bewerber mit beruflichem Hintergrund können sich noch bis 18. Juli in St. Matthias anmelden.

Wenn Sie die Einrichtung St. Matthias näher kennenlernen und mehr über unser schulisches Angebot ab dem Schuljahr 2018/19 erfahren wollen, verweisen wir Sie gerne auf unseren nächsten

Informationsabend

  • am Mittwoch, dem 4. Juli 2018
  • um 19.00 Uhr
  • in der Schule, Eingang: Thomastraße

Programm:
> Vorstellung unserer Bildungswege
> Vorstellung des Angebots “Wohnen Plus” für volljährige Schülerinnen und Schüler
> Angebot zur Führung durch die Schule und das Wohnheim

Der Schulleiter und weitere Lehrerinnen und Lehrer stehen für Fragen zu einzelnen Fächern zur Verfügung. Derzeitige Schülerinnen und Schüler aus Gymnasium und Kolleg berichten von ihren Erfahrungen.

Sie haben so Gelegenheit, unsere Schule unverbindlich kennenzulernen und sich einen umfassenden Einblick in unsere Einrichtung und die für Sie möglichen Bildungswege zu verschaffen.

Stiftungs- und Schulleitung freuen sich auf Ihren Besuch!

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“Wo Kompetenzen enden und Bildung anfängt: Zur geistigen Situation der Zeit”

Prof. Dr. Volker Ladenthin

Prof. Dr. Volker Ladenthin

Das “Forum Waldram – Bildung nachgefragt”  lädt zu folgender öffentlichen Initiates file downloadVeranstaltung ein:

  • Vortrag mit anschließender Diskussion unter dem Titel:
    “Wo Kompetenzen enden und Bildung anfängt: Zur geistigen Situation der Zeit”
  • von Prof. Dr. Volker Ladenthin
  • am Montag, dem 22. Januar 2018
  • um 20 Uhr
  • in der Aula der Schule

Die Veranstaltung soll bei einem kleinen Imbiss, Getränken und gemeinsamer Diskussion ausklingen. Der Eintritt ist frei. Um formlose Anmeldung per Email bis zum 15.01.2018 wird gebeten: Opens window for sending emailwiechmann@sankt-matthias.de

Flyer-Forum-Waldram

Zur Information:

Volker Ladenthin ist Professor für Historische und Systematische Erziehungswissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Er studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie. Die Schulpraxis kennt er aus eigener Tätigkeit als Lehrer. In Bezug auf die Fixierung der Schulbildung auf PISA-Rankings und Kompetenzentraining hat er sich mehrfach mit Kritik am Zeitgeist zu Wort gemeldet. Dass er unter Bildung viel mehr als das verstanden wissen will, zeigt nicht zuletzt sein Buch “Wozu religiöse Bildung heute?“

Das Forum Waldram findet in regelmäßigen Abständen statt. Es will Impulse aus und in unsere Bildungsstätte geben. Wenn Bildung nicht ins bewusstlose Selbstertüchtigen und Funktionieren für Arbeitsmarkt und Karriere abgleiten will, muss immer wieder gefragt und in Frage gestellt werden, worin Bildung eigentlich bestehen soll.

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90 Jahre St. Matthias – ein fröhliches Fest mit dem Blick in die Vergangenheit und in die Zukunft

Der Leiter der Einrichtung, Stiftungsdirektor Prof. Dr. Joachim Burkard, konnte am Samstag, dem 23. September, zur Feier des 90-jährigen Bestehens der Einrichtung St. Matthias etwa 400 Gäste begrüßen, an deren Spitze Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising.

Den Auftakt des Programms bildete die Fragerunde des Kardinals mit den Schülerinnen und Schülern von St. Matthias unter dem Motto „St. Matthias meets the Cardinal“. Bevor der Leiter des Erzbistums sich jedoch den Fragen der beiden Moderatoren, Simone (Klasse 11) und Johannes Feldl (Abitur 2016) stellte, bescherte ihm das Publikum ein Ständchen zu seinem Geburtstag, der erst zwei Tage zurücklag.
Offenherzig und mit Humor beantwortete er Fragen zu seinen persönlichen Vorlieben und auch Fragen, die mit seinem Amt als Kardinal und Berater des Papstes zusammenhingen. So bekannte er sich als Frühaufsteher wider Willen und auch als Wies’n-Besucher, dass er gerne Bücher liest, eher „offline“ ist und gelegentlich ins Kino geht. Er berichtete von seinen Treffen mit Papst Franziskus und hob dessen unkomplizierte und umgängliche Art hervor.

Der Festgottesdienst wurde vom Kardinal geleitet. Es konzelebrierten der Stiftungsdirektor Dr. Joachim Burkard, Dekan Gerhard Beham, Pfarrer der Stadtkirche Wolfratshausen und Spiritual in St. Matthias, und die beiden ehemaligen Seminardirektoren Hermann Fink und Dr. Franz Haringer. Ein schulischer Projektchor, der von Sängern der Stadtkirche unterstützt und von ihrem Kirchenmusiker Ehlert geleitet wurde, trug zur Feierlichkeit der Messe bei.
In seiner Predigt formulierte Kardinal Marx zwei Botschaften: Auf der Grundlage des Bibelworts „Wer sein Leben retten will, wird es verlieren“ erläuterte er zum einen, was unter einer christlichen Leitkultur zu verstehen ist, die er auch als Wegweiser für eine katholische Schule betrachtet: Ein Christ bleibt nicht dabei stehen, ständig um das „Ich“ zu kreisen, sondern wird immer auch den anderen in den Blick nehmen und dessen Person und Bedürfnisse berücksichtigen. Einen Tag vor der Bundestagswahl gab er besonders den jungen Zuhörerinnen und Zuhörern zu verstehen, dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich funktionieren, vielmehr benötigten sie den Einsatz des einzelnen. Im Rückgriff auf das Wort aus der Offenbarung des Johannes „Siehe, ich mache alles neu“ appellierte er an diejenigen, die in St. Matthias arbeiten, den in der Einrichtung neu beschrittenen Weg mutig und mit Zuversicht zu gehen.

Für das leibliche Wohl der Gäste war im Anschluss gesorgt. Die Schulgemeinschaft und die Hauswirtschaft hatten alles Notwendige für das Mittagessen gut vorbereitet, die Tische schön geschmückt. Wegen des ausgesprochen sonnigen Wetters konnte zum ersten Mal der ausgedehnte Campus der Einrichtung so richtig genutzt werden. Es herrschte aus diesen Gründen eine fröhliche Stimmung, es gab viele Szenen des überraschenden und freudigen Wiedersehens mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern, Seminaristen und Lehrkräften.
Wie erwartet war das Bedürfnis, sich mit den ehemaligen Klassenkameradinnen und -kameraden auszutauschen so groß, dass es gar nicht leicht fiel, die Besucher zum anschließenden Festakt in die Aula zu bewegen.
Dort moderierten, nach einer kurzen Begrüßung durch die Schulleitung, die Schülerinnen Cornelia Mezler und Valérie Schlott (beide Klasse 11) souverän eine Gesprächsrunde mit der Leiterin des Ressorts Bildung im Ordinariat, Ordinariatsdirektorin Frau Dr. Krump, dem Leiter des Ressorts Personal, Ordinariatsdirektor Monsignore Franzl (Abitur 1984), dem Ministerialbeauftragten für die Beruflichen Oberschulen Südbayern, Herrn Maurer, dem dritten Landrat Klaus Koch und dem Waldramer Mathematiklehrer Ralf Wiechmann.
Frau Dr. Krump betonte in ihren Beiträgen, dass die Einrichtung St. Matthias für Bildungsgerechtigkeit stehe, weil St. Matthias für viele junge Menschen, die zunächst ohne Abitur dastehen, noch einen Weg zur allgemeinen Hochschulreife anbiete. Monsignore Franzl äußerte sich optimistisch, dass das veränderte Konzept mit dem „Wohnen ⊕“ erfolgreich ist. Es habe vor allem zum Ziel, den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, dass die Kirche ihnen ein breites Spektrum an Berufen in allen Bereichen bietet, Berufung also weiter gefasst werden muss.
Der Ministerialbeauftragte für die beruflichen Oberschulen Südbayern, Maurer, betonte, dass die Existenz der beruflichen Oberschulen Beweis dafür sei, dass es im Bildungssystem immer einen Anschluss gebe. Die Eltern könnten beruhigt werden, die meinen, dass Chancen verpasst werden, wenn am Ende der Grundschule der Übertritt in das Gymnasium misslinge. Er bot der neu gegründeten Fachoberschule St. Matthias seine volle Unterstützung an und empfahl den neuen Schülerinnen und Schüler, von Anfang an auf den Unterricht konzentriert zu sein, da die Schulwochen durch die Unterbrechung durch das Praktikum sehr kurz seien. Die beruflichen Oberschulen zeichnen sich durch die Kombination von Wissensaneignung und berufliche Erfahrung aus, sodass das Gelernte unmittelbar in der Praxis angewandt oder überprüft werden kann. Klaus Koch, der Landrat Niedermaier vertrat, betonte, dass der Landkreis sich über die zusätzliche FOS als Bereicherung seiner Bildungslandschaft freue, weil bei Zuzügen das Bildungsangebot ein entscheidender Faktor bei der Festlegung des neuen Wohnortes sei. Herausforderung könnte sein, dass sich Waldram neben den Fachoberschulen in Starnberg, Bad Tölz und Holzkirchen mit einem eigenen Profil behaupten müsse. Er sei aber zuversichtlich, dass dies aufgrund des guten Rufs und mit der christlichen und sozialen Ausrichtung gelingen könne.
Herr Wiechmann hob in der Diskussion hervor, dass jeder Lehrer gefordert sei, das Interesse der Schülerinnen und Schüler für sein Fach zu gewinnen, indem es ihm gelingt, die Faszination, die in seinen Inhalten und Fragen stecken, zu vermitteln. Die bloße Ausrichtung des Unterrichts auf Kompetenzvermittlung stufe Bildung zu einem rein ökonomischen Produkt herab. Er lehnte es daher ab, sie allein als Kriterium für die Berechtigung von Lerninhalten gelten zu lassen.
Bei Kaffee und Kuchen genossen alle Gäste den Nachmittag, bevor Christoph Rebelein (Abitur 2014) und seine Partnerin am Flügel, Frau Borissova, mit Liedern von Richard Strauß und aus der Walküre von Richard Wagner mit drei Zugaben zum Abschluss des Programms noch einen konzertanten Ohrenschmaus boten.

Thomas Erhard

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