Am Freitag, dem 10. Juli, konnte die FOS St. Matthias fünf Fachabiturientinnen und einen Fachabiturienten der Klasse F12 mit ihrem Abschlusszeugnis verabschieden.
Die Entlassfeier begann mit einem Gottesdienst in der Kirche St. Matthias, der ganz, auch nach dem Wunsch des Jahrgangs, unter dem Motto “Freundschaft” stand. Die Bibeltexte passten zu diesem Thema: einmal der Bericht aus dem Buch Rut, mit dem erfreulichen Beschluss der Schwiegertochter Rut bei Noomi, der Mutter ihres verstorbenen Mannes, zu bleiben, obwohl sie unterschiedlichen Stämmen angehörten. Dazu die Heilung des Gelähmten im Markus-Evangelium, wo sich seine Freunde auch durch die Menschenmassen nicht davon abhalten ließen, zu Jesus durchzukommen, und dafür sogar das Dach des Hauses durchbrachen. Der religionspädagogische Leiter des Hauses erläuterte in seiner Ansprache die große Bedeutung enger menschlicher Beziehungen im Leben eines Jeden von uns.
Zu Beginn der anschließenden Verabschiedung begrüßte Schulleiter OStD i.K. Ralf Wiechmann die Gäste, u.a. den Bürgermeister der Stadt Wolfratshausen Klaus Heilinglechner und Kathrin Wieschalla, die Vertreterin des Freundeskreises. Beide beglückwünschten die erfolgreichen Absolventen. Klaus Heilinglechner wünschte ihnen zudem, eine gute Wahl für ihren beruflichen Weg und hob hervor, dass die Gesellschaft derzeit gerade im sozialen Bereich großen Bedarf habe. Frau Wieschalla sprach ihrerseits über die umfangreiche Unterstützung der Einrichtung durch den Freundeskreis.
Levi Gäbler und Theresa Hugenberg hoben als Sprecher des Abschlussjahrgangs in ihren sehr emotionalen Abschiedsworten hervor, welch gute und tiefe Freundschaften sich in ihrer kleinen Klassengruppe in der kurzen Zeit von zwei Schuljahren ergeben haben. Dazu habe die Klassenfahrt zu Beginn des Schuljahres nach Wien Wesentliches beigetragen.
Ralf Wiechmann hob in seiner Ansprache hervor, dass Schule sozusagen “weltfremd” sein müsse. Es sei nämlich ihre eigentliche Aufgabe, den Horizont der jungen Menschen zu erweitern; Schule dürfe sich nicht darauf beschränken, Dinge, die den Schülern aus ihrem gewohnten Umfeld vertraut sind, darzulegen. Sie müsse den jungen Menschen vielmehr ermöglichen, von Dingen zu erfahren, die außerhalb ihres bisherigen Erfahrungsbereichs liegen. Schule habe die Schüler mit Phänomenen zu konfrontieren, die ihre Welt erweitern. Die Auseinandersetzung damit wird sie in die Lage versetzen, neue Perspektiven zu entwickeln. Das befähige sie schließlich zu wohlverstandener Kritikfähigkeit. Die Forderung, Schule auf das Ziel der Alltagstauglichkeit zu reduzieren, die in letzter Zeit vermehrt zu hören sei, greife daher viel zu kurz.
Anschließend überreichte Herr Wiechmann den
Die Verabschiedung wurde von der Schulband und dem Schulchor feierlich umrahmt.
Anschließend waren alle noch zu einem Stehempfang ins Foyer eingeladen. Dort hatten Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse der FOS Sozialwesen einen Umtrunk und leckere Häppchen vorbereitet.

